Verleihung des Ellsberg Whistleblower Awards an Andrés Olarte Peña

Der Ellsberg Whistleblower Award 2026 wird am 12. März 2026 in der taz Kantine an den kolumbianischen Whistleblower Andrés Olarte Peña verliehen. Seine Enthüllungen über Umweltverbrechen und systematische Vertuschung beim staatlichen Ölkonzern Ecopetrol bildeten die Grundlage für den Bericht „Crude Lies“ der Environmental Investigation Agency (EIA) sowie die BBC-Dokumentation „Colombia: Petroleum, Pollution and Paramilitaries“.

Wir freuen uns als Laudator auf Prof. Dr. Harald Welzer, Soziologe, Sozialpsychologe und Autor. Im anschließenden Bühnengespräch erörtern wir mit Andrés Olarte Peña, Monica Garnsey (BBC), tbc, und Alexander von Bismarck (EIA) die Recherchen zum Fall, den Prozess des Whistleblowings und mögliche Auswirkungen auf Kolumbien und Lieferketten. Danach laden wir zum Beisammensein mit Snacks und Getränken ein. Veranstaltungssprache ist Englisch.

Der Ellsberg Whistleblower Award wurde initiiert von taz Panter Stiftung, Wau Holland Stiftung, Reva and David Logan Foundation und Whistleblower-Netzwerk (WBN) und wird getragen von Journalismus- und Whistleblower-Organisationen weltweit. Die Preisverleihung findet in Kooperation mit Reporter ohne Grenzen statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wir freuen uns über Spenden.

Anmeldung über: LINK

Andrés Olarte Peña hat für Ecopetrol, Kolumbiens größtes Unternehmen gearbeitet. Der Konzern, mehrheitlich in Staatsbesitz, fördert vor allem Öl und Gas. Mehr als die Hälfte wird exportiert und geht in die globalen Lieferketten ein.

Er fand heraus, dass Ecopetrol Gewässer verseucht und Umweltverschmutzungen gezielt vertuscht hat, dass Methangas illegal abgefackelt wurde, dass Umweltaktivist:innen überwacht und eingeschüchtert wurden. Er wandte sich an Aufsichtsbehörden. Nichts geschah. Schließlich hat er die EIA kontaktiert.

Die internationale Jury des mit 10.000 € dotierten Ellsberg Whistleblower Awards hob hervor: Der Fall von Andrés Olarte steht beispielhaft für den außergewöhnlichen Mut eines Whistleblowers, der enorme persönliche Risiken auf sich nimmt, um weitreichende Missstände und Menschenrechtsverletzungen aufzudecken. Für seine Haltung zahlte Olarte einen hohen Preis: Einschüchterungen, anonyme Morddrohungen und das Exil in Europa. Diese Opfer unterstreichen sein außergewöhnliches Engagement für das öffentliche Interesse.

Das feiern und unterstützen wir gemeinsam!

 

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